Frische Millionen für VEHICULUM

Mobility-Startup

  • Nach der Seed-Finanzierung 2017 erhält VEHICULUM erneut Kapital. Bestandsinvestor Coparion und Neuzugang Runa Capital investieren gemeinsam mit dem Mobility Fund und smava-Gründer Artopé knapp sieben Millionen Euro.
  • Als erstes Unternehmen weltweit digitalisiert das Berliner Startup seit drei Jahren den milliardenschweren Autoleasingmarkt und vermittelte bereits Verträge im Wert von 300 Millionen Euro.
  • Mit den neuen Mitteln will VEHICULUM nun in den Privatkundenmarkt drängen. Perspektivisch plant das Unternehmen, sich zur zentralen Plattform für Kunden zu entwickeln, die ihr Fahrzeug auf monatlicher Basis bezahlen möchten.

Mobility-Plattform will nun auch Privatkunden bedienen

BERLIN, 23.01.19 – Nutzen statt besitzen, dieser Trend ereilt zunehmend auch die Automobilbranche. Neben ersten Gehversuchen diverser Abo-Modelle profitiert vor allem der Leasingmarkt – europaweit beläuft sich das Marktvolumen von Neuwagen mittlerweile auf 500 Milliarden Euro, allein in Deutschland wird heute mehr als jeder zweite Neuwagen geleast. “In Zeiten von Netflix, Spotify und Co. passt die monatliche Leasingrate perfekt in den Zeitgeist. Der Markt selbst agiert allerdings noch völlig analog; der Kunde muss von Händler zu Händler laufen und die Angebote manuell vergleichen. Deshalb digitalisieren wir seit 2015 den gesamten Prozess von der Suche bis zum Vertragsschluss,” begründet Mitgründer Lukas Steinhilber den Pioniergeist. Mit Erfolg: Allein 2018 haben sich hierfür über 100.000 Kunden auf der Plattform registriert; das Unternehmen ist von 19 auf inzwischen über 60 Mitarbeiter gewachsen. “Leasing mag vielleicht etwas altbacken klingen, ist aber tatsächlich so modern wie nie”, erklärt Steinhilber.

 

VEHICULUM drängt in Privatkundenmarkt

Nach der erfolgreichen Seed-Finanzierung im Oktober 2017 sammelt VEHICULUM nun erneut Geld ein. Neben Bestandsinvestor Coparion ist jetzt auch der internationale Venture Capital Fonds Runa Capital, der sich auf die Unterstützung von transaktionsbezogenen Fintech-Startups mit schnellem Wachstum spezialisiert hat, mit von der Partie. Außerdem haben sich branchenerfahrene Geldgeber wie der MobilityFund, der sich exklusiv auf Mobility-Startups in Europa konzentriert, und Alexander Artopé, Gründer der Kreditvergleichsplattform Smava, an der Finanzierungsrunde beteiligt. Mit der neuen Finanzierung erhöht sich die Investitionssumme nun auf rund 10 Millionen Euro.

Noch ist der Service von VEHICULUM exklusiv für Geschäftskunden verfügbar, aber mit dem frischen Kapital wollen die Berliner ihr Angebot auch Privatkunden zugänglich machen. “Bislang leasen hauptsächlich Geschäftskunden, aber das Wachstum kommt vor allem aus dem Privatkundenmarkt. 2017 wurde bereits jedes vierte Fahrzeug privat geleast,” sagt Steinhilber.

“Das Problem ist nicht das Produkt, sondern dass die Kundenerfahrung wortwörtlich aus dem letzten Jahrhundert stammt. Auf unserer Plattform verbinden wir ein modernes Produkt mit einer zeitgemäßen Customer Experience, wie Kunden sie aus dem E-Commerce gewohnt sind.” Perspektivisch soll VEHICULUM aber keine reine Leasing-Plattform bleiben. “In Zukunft kaufen wir keine Autos mehr, sondern zahlen monatlich für ihre Nutzung. Ob wir das dann Leasing, Miete, Flatrate oder Abo nennen – wir bauen die Plattform dafür.”

 

Dmitry Galperin, Partner bei Runa Capital: „VEHICULUM hat als erstes Unternehmen das Potenzial einer dynamischen Mobilitätsplattform erkannt. Als wir uns dann die Geschäftszahlen angeschaut haben, waren wir sofort begeistert – und eine Investition sofort beschlossen.“

Christian Schulte, Investment Professional Coparion: „Wir haben uns schon bei der letzten Finanzierungsrunde sehr gefreut, bei VEHICULUM dabei zu sein. Das Team ist sehr kompetent, extrem stark in der Execution und verfolgt eine zukunftsweisende Vision, die wir auch weiterhin gerne unterstützen.“

Alexander Artopé, Gründer von Smava: „Als ich die Gründer von VEHICULUM kennenlernte, dachte ich unweigerlich an die Geschichte von Smava – es gibt da durchaus einige Gemeinsamkeiten. Aber auch menschlich waren wir auf einer Wellenlänge. Ich bin mir sicher, dass VEHICULUM auch weiterhin kräftig wachsen und seine Marktposition weiter ausbauen wird.“

Das Problem ist nicht das Produkt, sondern dass die Kundenerfahrung wortwörtlich aus dem letzten Jahrhundert stammt.